KLIMANEUTRAL UND ZUKUNFTSFÄHIG – Für eine grüne Stadt!

DIE LINKE setzt sich in Weißenburg seit langem auch für ökologische Themen ein. Schon Jahre vor dem erfolgreichen „Volksbegehren Artenvielfalt“, haben wir die Ausweisung von städtischen Flächen zu naturnahen Bienen- und Insektenweiden gefordert und einen Antrag in den Stadtrat eingebracht. Im Jahr 2018 haben wir erfolgreich mit unserem Stadtrat Erkan Dinar, ein Verbot von Glyphosat auf städtischen Flächen beantragt. Ein erster Vorstoß für die Einführung einer Baumschutzverordnung im Herbst letzten Jahres, scheiterte an mangelnder Unterstützung der anderen Parteien im Stadtrat. Vorausgegangen waren immer wieder städtische und private Kahlschläge, wie am Birkenweg in Weißenburg. In Anbetracht der Klimakrise, halten wir eine fehlende Mehrheit  für ökologische Themen für fatal. Deshalb brauchen wir ein Klimaschutzkonzept für unsere Stadt, getragen von einer breiten und parteiübergreifenden Basis im Stadtrat und in der Bevölkerung.
 
Der Marktplatz muss grüner und schöner werden. Wir halten den Weißenburger Marktplatz in seiner jetzigen Form für misslungen. Er schafft keine Aufenthaltsqualität und wird im Sommer zu einem Ort unerträglicher Hitze. Hier hat man nichts gewagt, sondern einen gesichtslosen Platz mit zu wenig Grün geschaffen. Unter Einbeziehung des Altstadt-Esembels mit seinen historischen Fachwerkhäusern, wollen wir einen Platz der alle Generationen zum Verweilen einlädt und als zentraler Platz der Stadt ein Aushängeschild ist. Als Ort der Kultur, von Weihnachtsmarkt bis Maibaumaufstellung und Altstadtfest.

Wir sind auch weiterhin für die Einführung einer Baumschutzverordnung. Damit wollen wir wenigstens einen Teil des wertvollen Baumbestandes in Weißenburg unter Schutz zu stellen und  damit auch  einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und der Luftqualität in der Stadt leisten. Die Stadt Weißenburg soll jährlich mindestens 30 neue Bäume, insbesondere in der Kernstadt, pflanzen

Wir wollen eine jährliche Ausweisung neuer mehrjähriger Blühflächen und eine Dauerbepflanzung von Trögen und Beeten. Die bereits angelegten Flächen mit Wildblumen bereichern schon jetzt die Stadt und sind ein Gewinn für Mensch und Tier gleichermaßen. Wir wollen, dass auch die städtisch gepflegten Beete und die Tröge in der Altstadt mit mehrjährigen heimischen Wildpflanzen bepflanzt werden. Diese sind anspruchsloser und günstiger in der Pflege. Sie müssen nicht mehrmals im Jahr erneuert werden und leisten einen Beitrag gegen das Insektensterben. Nicht bebaute Außenanlagen in Gewerbegebieten, sollen zukünftig mit heimischen Arten bepflanzt werden müssen und nur auf das notwendigste versiegelt werden dürfen.

Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadt ein Urban Gardening Projekt unterstützt. Sie stellt eine Brachfläche zur Verfügung oder hilft bei der Vermittlung. Als ein Ort der sozialen Begegnung, kann ein solcher Gemeinschaftsgarten auch die Lebensqualität in benachteiligten Stadtteilen steigern. Das Projekt soll die Stadt mit seinem ökologischen, sozialen und nachhaltigen Konzept bereichern.

Unsere Aufgabe als LINKE ist es, die soziale mit der ökologischen Frage zu verknüpfen. Beide sind untrennbar miteinander verbunden. Wir treten für eine soziale, ökologische und nachhaltige Agrarwende ein, damit weder Mensch noch Tier auf der Strecke bleibt. Durch eine Stärkung regionaler Erzeugungs- und Vermarktungsmodelle, könnten Bäuerinnen und Bauern vor Ort profitieren, solange sich die EU-Agrarsubventionen noch immer an Fläche – und nicht stärker an Tierwohl, Klimaschutz und besseren Arbeitsbedingungen orientieren. Dies fordern wir insbesondere in unserem Programm für den Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen.

In Weißenburg werden wir weiterhin auch ökologische Themen besetzen. So geben wir uns nicht mit einer Betonwüste als Marktplatz zufrieden und machen uns stark, für eine grüne Stadt, die den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen ist und die Weichen für eine nachhaltige Stadtpolitik stellt.