Mehr Mobilität – für weniger Verkehr !

DIE LINKE. Weißenburg steht für eine ökologische und nachhaltige Verkehrswende.

von Felix Goldhorn.

Statt immer neuen und doch alten Diskussionen um einen Kreisverkehr hier und einem Parkhaus dort wollen wir den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) und nachhaltige Mobilitätsangebote deutlich stärker in den Fokus rücken.

Deswegen setzen wir ein ÖPNV -konzentriertes Verkehrskonzept vor den Individualverkehr. Langfristig müssen sich Städte- und Siedlungsstrukturen so entwickeln, das Menschen nicht mehr zwingend auf ihren PKW angewiesen sind. Dies gilt es vor allem bei der Ausweisung neuer Baugebiete wie zum Beispiel am Ortsrand von Hattenhof oder der Erweiterung von Industriegebieten, wie dem Richtung Emetzheim zwingend zu beachteten und in die Planungen mit ein zu beziehen.

 Für uns als DIE LINKE. Weißenburg versteht es sich von selbst, das jeglicher Umbau/Neubau, der die Infrastruktur der Stadt Weißenburg oder deren Ortsteile betrifft zu 100% inklusive und für jede Bürgerin und jeden Bürger nutzbar sein muss! Auch Menschen, die in ihrer Mobilität durch Behinderung, Erkrankung oder Schlicht dem Alter beeinträchtigt sind müssen sich in unsere Stadt zu jeder Zeit frei und selbstbestimmt bewegen können. Für eine Stadt wie Weißenburg, die sich immer mehr zum Geheimtipp unter Touristen und Städtereisenden entwickelt und von denen ein nicht geringer Teil mit dem Zug anreist, ist es ein Unding, dass unser Bahnhof de facto auch im Jahr 2020 noch immer ein „NoGo Area" für Rollstuhlfahrer und gehbehinderte Menschen ist. Mobilität ist Grundrecht!

Der im letzten Jahr veröffentlichte Fahrradklimatest des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) zeigt ganz klar und deutlich auf, dass die Stadt Weißenburg in Sachen „Fahrradtauglichkeit“ katastrophal dasteht. Jeder der mal mehr, mal weniger oft mit dem Fahrrad in Weißenburg unterwegs ist wird dies bestätigen können. Die Gesamtnote 4,3 dieser nicht repräsentativen Umfrage lässt keinen Zweifel daran, dass die Stadt hier in den nächsten Jahren einiges aufzuholen hat. Umso mehr verwundert es, dass die Stadtverwaltung sich dazu entschlossen hat, nicht dem ADFC  beizutreten und bisher nicht den Anschein erweckt  in den nächsten Jahren großartig etwas verändern zu wollen.

DIE LINKE. Weißenburg steht für eine fahrradfreundliche Stadt.
Als DIE LINKE. Weißenburg ist uns durchaus bewusst, dass die Einschränkung des motorisierten Individualverkehrs für viele Bürger derzeit nur schwer vorstellbar ist. Daher möchten wir die Altstadt speziell die Obertorstraße, sowie die gesamte Luipoltstraße ab dem Sommer 2021 jeweils an den zwei Wochenendtagen Samstag und Sonntag von Mai bis September zum verkehrsberuhigten Stadtplatz umfunktionieren. Mit dieser Maßnahme wollen wir vor allem dem Einzelhandel aber auch, den bisher einer verkehrsberuhigten Innenstadt eher skeptisch gegenüber stehenden Bewohnern, die Möglichkeiten aufzeigen, welche sich auftun wen man einmal alle Bedenken bei Seite wischt und als moderne, weltoffene und zukunftsorientierte Stadt den ersten Schritt hin zu neuen Ufern wagt.

Zuletzt  fordern wir die Stadt Weißenburg auf sich den Problemen sowie den daraus resultierenden Ideen und Forderungen engagierter Bürgerinnen und Bürger nicht länger zu verschließen. Im speziellen sei hier die Bürgerinitiative „Fairkehr“ oder auch der Zusammenschluss der Bewohner „Am Rieb" in Kehl genannt. Statt sich mit immer neuen Gutachten und Ausflüchten, welche zu Recht skeptisch und teils mehr als fragwürdig zu sehen sind, ins Abseits zu stellen wollen wir alle Organisationen und Zusammenschlüsse mit ins Boot holen und deren Sachverstand und Willen hin zu einem für alle tragbaren Verkehrskonzept nutzen. Die Attraktivität und Lebensqualität einer Stadt hängt nicht zuletzt, zu großen Teilen von derer Infrastruktur, Erreichbarkeit und Mobilität ab.  
 
„Gemeinsam können wir Weißenburg auch in punkto Verkehr vielleicht nicht unbedingt liebenswert aber zumindest lebenswert gestalten!“