25. Februar 2020

Bezahlbares Wohnen für Alle!

Marion Lill

Wir in Weißenburg haben massive Mietsteigerungen, Wohnungen von 8,50€-10€ pro qm sind beim Neubau die Regel, was im krassen Gegensatz zu der aktuellen Lohn- und Rentenentwicklung steht.

Unsere Bürger können es sich nicht mehr, oder nur unter grössten Anstrengungen, indem sie, z.b einen Nebenjob neben Ihrer normalen 40h Woche annehmen, leisten in Ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen, die Menschen in Weißenburg werden damit dem freien Immobilienmarkt überlassen!

Das nenne ich keine „gesunde Balance“ und sehe darin keine Bestätigung der Worte unseres OB Schröppel, der sagte, dass in unserer Stadt „den Schwachen geholfen werde ohne die Starken zu schwächen“. Jedenfalls auf den Wohnungsmarkt trifft dies absolut nicht zu.

Aktuell wird vor allem Bauland erschlossen für Menschen die selbst bauen möchten, dies sollte aber nicht die einzige Anstrengung sein, ein Arbeiter in Mindestlohn, eine alleinerziehende/r Angestellte/r einer Zeitarbeitsfirma, ein Rentner/in, diese bauen keine Häuser, diese Menschen benötigen eine bezahlbare Wohnung, welche nicht die Hälfte Ihres geringen Einkommens beträgt.

Fazit:

Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen wird immer höher, aber die Stadt ruht sich auf 15 barrierefreien Wohnungen am Birkenweg 6€/qm aus und wertet dies noch als Erfolg, dabei kennzeichnen diese Zahlen das absolute Versagen der Stadt Weißenburg im kommunalen Wohnungsbau.

Auch steht dies im krassen Gegenteil zum Bedarf, im Jahr 2017 hatte Weißenburg 17.807 Einwohner, jetzt sind es, Quelle:stat Bundesamt, knapp 20.000 Einwohner.

 

-Der Bestand an bezahlbarem Wohnraum muss vergrössert werden.

-Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten dürfen Mietwohnungen zukünftig nicht kommerziell als Ferienwohnungen anbieten.

-Die Zweckentfremdung von Wohnraum muss gestopppt werden. Wir fordern daher Leerstandsabgaben

-Wir benötigen mehr Sozialen Wohnungsbau um den privaten Bauherren, deren Beweggrund auf spekulative Wertsteigerung basiert, Einhalt zu gebieten.

-Wir fordern erneut, mit anderen Kommunen zusammen aktiv zu werden.

-Eine Grundsteuererhöhung mit anderen Gemeinden umzusetzen welche Gelder direkt in den kommunalen Wohnbau gehen sollen.


-Wohnen ist ein Menschenrecht, der soziale Wohnungsbau muss quantitativer mit mehr Antrieb erfolgen-

Text: Marion Lill