19. Januar 2020

Bedient das Weißenburger Tagblatt ungewollt rassistische Stereotypen in Artikeln zu Strafverhandlungen?

Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE)

In einer Offenen E-Mail hatte Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) die Redaktion vom Weißenburger Tagblatt für einen Artikel zu einer Strafverhandlung in Weißenburg kritisiert gehabt. Er würde ungewollt rassistische Stereotypen bedienen. In einer Antwort verteidigt das Weißenburger Tagblatt den Artikel und untersagte gleichzeitig die Veröffentlichung seiner Antwort an den Linken-Politiker.

Tatsächlich ist in Berichterstattungen über Straftaten darauf zu achten, dass die Erwähnung der Zugehörigkeit der Verdächtigen oder Täter zu ethnischen, religiösen oder anderen Minderheiten nicht zu einer diskriminierenden Verallgemeinerung individuellen Fehlverhaltens führt. Die Zugehörigkeit solle in der Regel nicht erwähnt werden, es sei denn, es besteht ein begründetes öffentliches Interesse. Besonders sei zu beachten, dass die Erwähnung Vorurteile gegenüber Minderheiten schüren könnte. Durch die Nennung der Herkunft oder durch die Verknüpfung mit abwertenden Begriffen würden lediglich diskriminierende Stereotypen bedient.

In der Antwortmail an den türkischstämmigen Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) wird ohne ins Detail zu gehen auf die Richtlinien vom Deutschen Presserat verwiesen. Am Ende dann das Verbot hinsichtlich der Veröffentlichung des Inhalts der Antwort.

Im Artikel ging es um einen Messerangriff im April 2019 wegen Sorgerechtsstreitigkeiten zwischen zwei Erwachsenen an der Grundschule von Weißenburg. Der Täter wurde rechtskräftig verurteilt worden.

Quelle: http://www.die-linke-weissenburg.de/politik/presse/detail/artikel/bedient-das-weissenburger-tagblatt-ungewollt-rassistische-stereotypen-in-artikeln-zu-strafverhandlun/