21. August 2017

Stadtrat genehmigt Fotovoltaikanlage entlang der Bahnlinie nach Treuchtlingen - Stadtrat Dinar (DIE LINKE) kritisiert Flächenversiegelung

In seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat einstimmig den Beschluss gefasst, den an der Bahnlinie nach Treuchtlingen eine Fotovoltaikanlage zu genehmigen. Im Namen der LINKEN votierte auch Stadtrat Erkan Dinar dafür. Glücklich ist er damit nicht.

Das geplante Areal umfasst eine Größe von 4,5 Hektar und liegt zwischen der Schwäbischen Rezat und der Bahnlinie am sogenannten Dinkelfeld. Die Freiflächenanlage soll den jährlichen Strombedarf von 1000 Haushalten decken.

Als Projektumsetzer treten die städischen Stadtwerke auf. Sie haben die bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen langfristig gepachtet. Umgesetzt soll das Projekt in vier Bauabschnitten. Der erste Abschnitt soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen. Da sich die Anlage entlang eines 110 Meter breiten Korridors an der Bahnlinie befindet, wird es eine Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) geben.

Stadtrat Erkan Dinar (DIE LINKE) dazu: "Die, von der Stadt Weißenburg bis zum Jahr 2020 anvisierte Zielsetzung 20 Prozent des Stroms vor Ort zu regenerieren, muss nach oben korrigiert werden. Leider hat der Stadtrat unseren Antrag* für ein Integriertes Kommunales Klimaschutzkonzept in Weißenburg abgelehnt.

Mit diesem Instrument wäre es möglich gewesen verschiedene Energiesektoren zu analysieren und Handlungsanweisungen für eine ökologische Zeitenwende auf kommunaler Ebene abzuleiten. Der Stadtrat hat jedoch eine wichtige Chance verpasst, um die Macht der Stromkonzerne vor Ort einzuschränken. Stattdessen wird auch weiterhin auf Flächenersiegelung gesetzt. Mit Bauchgrummeln habe ich dem Beschluss im Namen der LINKEN zugestimmt. Glücklich bin ich damit nicht."

Quelle: http://www.die-linke-weissenburg.de/politik/presse/detail/artikel/stadtrat-genehmigt-fotovoltaikanlage-entlang-der-bahnlinie-nach-treuchtlingen/