5. März 2018

Anfrage zu Blühstreifen und Blühflächen in Weißenburg

Stadtrat Erkan Dinar (DIE LINKE)

Sehr geehrte Frau XXX,

ich bitte um Weiterleitung meiner Fragen.

1. Wie viele Blühstreifen und Blühflächen hat die Stadt Weißenburg bislang anlegen lassen?

2. Sollen im laufenden Jahr neue Blühstreifen für bestäubende Insekten entstehen?

3. Welches Fazit hat die Stadt bislang gezogen?

4. Welche Maßnahmen zum Thema setzt die Stadt Weißenburg weiterhin um bzw. plant sie umzusetzen?

5. Sind Anpflanzung von Hecken und insektenfreundlichen Stauden geplant?

6. Sind längere Intervalle beim Rasenschnitt geplant?

7. Ist geplant auf den Einsatz von Laubsaugern zu verzichten?

Mit freundlichen Grüßen

Erkan Dinar
Stadtrat

Mit E-Mail vom 15. März 2018 antwortete die Stadtverwaltung mit nachfolgendem Inhalt:

Zu Punkt 1: Im Stadtgebiet wurden im Jahr 2014 ca. 14.400.m² Blumenwiesen angelegt.

1. Regenüberlaufbecken West-Emetzheim
Feuchtwiese: 7.000 m²
Magerwiese: 7.000 m²

2. Blumenwiese Ludwigshöhe
Aktion „Flower Power“ des LBV: 400 m²

Im Jahr 2017 wurden ca. 550m² Blumenwiesen angelegt.

1. Seeweiher am Kriegerdenkmal: 200 m²
2. Stadtgarten zum Forstamt: 150 m²
3. Wallgraben gegenüber der Polizei: 200 m²

Zu Punkt 2: Für 2018 sind ca. 950 m² Blumenwiesen geplant.

1. Jahnstraße auf der Fläche der ehemaligen Obdachlosenunterkunft: 200 m²
2. Südfriedhof im hinteren Teil: 200 m²
3. Mittelschule: 200 m²
4. Bismarkanlage: 200 m²
5. Jahnstr. Hinter „Heilig-Kreuz-Kirche“: 150 m²

Zu Punkt 3: Bislang wurden die Blumenwiesen meistens positiv von den Bürgern und dem Bund Naturschutz bewertet.

Zu Punkt 4: Wenn es möglich und sinnvoll ist, werden die nächsten Jahre weitere Blumenwiesen durch die Stadt angesät.

Zu Punkt 5: Insektenfreundliche Hecken und Bäume werden bei allen Neuanlagen von Baugebieten und Neubauten mit eingeplant und gepflanzt. Außerdem wurden die letzten Jahre einige Streuobstwiesen (Obstlehrgarten, Ausgleichsfläche Holzingen) angelegt.

Zu Punkt 6: Die unterschiedlichen Intervalle beim Rasenschnitt richten sich nach den verschiedenen Bedürfnissen der Flächen. Spielplätze, Schulhöfe, Friedhöfe usw. müssen öfter gemäht werden, dagegen werden Flächen wie der Hang im Schießgraben, der Grünfläche auf der Ludwigshöhe und viele andere Flächen die nicht betreten werden, nur ein bis zweimal jährlich gemäht.

Zu Punkt 7: Auf den Einsatz von Laubsaugern kann aus verschiedenen Gründen nicht verzichtet werden:

• Das Laub im Stadtbereich muss aus Sicherheitsgründen entfernt werden, damit die Verkehrssicherheit auf Straßen und Gehwegen durch nasses und verblasenes Laub nicht beeinträchtigt wird.
• Die Grasflächen unter dem angefallenen Laub würden absterben und zu „Dreckecken“ verkommen.
• Die Bürger würden sich über ungepflegte Spielplätze, Friedhöfe, Schulhöfe usw. beschweren.

Der erhebliche Mehraufwand durch den Einsatz von Rechen, wäre von der Stadtgärtnerei nicht zu bewältigen.

i.A.                           
XXX