19. August 2018

Ein Kommentar von Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) zum Bienenpakt für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Erkan Dinar, (Kreisrat, DIE LINKE)

Bienen sind für das Ökosystem von enormer Bedeutung. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Lebensbedingungen für sie aber drastisch verschlechtert. Der Bienenpakt für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen soll nun einen ersten Schritt in die richtige Richtung darstellen, die Wege zum Ziel sind aber noch wenig konkret. Vor allem die Zusagen der Landwirtschaft zu wenig. Dazu erklärt Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE):

"Man muss also darauf hoffen, dass die Bienen um die Pestizidenfelder herum fliegen und sich immer nur auf den von der Landwirtschaft geschaffenen Acker-, Blüh- und Randstreifen niederlassen?

In den kalten Wintermonaten sterben allerorts Bienenvölker. Sie sind vor allem geschwächt durch den hohen Einsatz von Pestiziden und immer mehr Monokulturen in der Landwirtschaft - und dadurch Parasiten wie der Varroamilbe schutzlos ausgeliefert. Die Landwirtschaft trägt also eine hohe Verantwortung bei der Rettung der Bienen. Der Bienen-Pakt für den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat dazu nichts zu sagen.

Fritz Rottenberger, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, macht es sich deshalb zu leicht. Natürlich ist die Lebensraum­erhaltung für Bienen und Insekten wichtig. Acker-, Blüh- und Randstreifen sind deshalb auch zu begrüßen. Diese Maßnahmen werden jedoch nicht ausreichen. Die Landwirtschaft ist in der Bringschuld."