22. März 2018

Kreisverband der LINKEN stark auf mittelfränkischen Listen vertreten

Heinz Rettlinger und Victor Rother

Uwe Schildbach (Ansbach) führt die Liste für den mittelfränkischen Bezirkstag an -Victor Rother kandidiert für den hiesigen Landkreis und ist auf Platz 4 für den Bezirkstag gewählt worden – Heinz Rettlinger aus Gunzenhausen auf Platz 24 für den Landtag - MdB Harald Weinberg aus Ansbach: „Die Chance zum Einzug in den Landtag ist so groß wie nie“

DIE LINKE hat jetzt in Nürnberg ihre Listenreihung für die Landtags- und Bezirkstagswahlen am 14.Oktober 2018 beschlossen. Auf beiden mittelfränkischen Listen ist der Kreisverband Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen stark vertreten: So führt der Ansbacher Stadt- und Bezirksrat Uwe Schildbach die Bezirkstags-Liste an. Auf Platz vier kandidiert Victor Rother (Weißenburg), Laura Wirth (Heilsbronn) wurde auf Platz sieben gewählt. Hans Webersberger (Flachslanden) steht auf Platz 22. Schildbach hob die Erfolge der LINKEN in den vergangenen Jahren im Bezirkstag hervor: „Wir haben durch unseren Antrag auf Sonderprüfung des Geschäftsgebarens von Vorstand Helmut Nawratil und der Entscheidung Überlastungsanzeigen der Pflegebeschäftigten dem Verwaltunsgrat öffentlich zu
machen, mehr Transparenz in den Bezirkskliniken herstellen können. In der Zukunft wollen wir weiter
für die Belange von Beschäftigten und Patienten in den Bezirkseinrichtungen arbeiten.“ Dafür gibt
Schildbach ein klares Ziel für die Wahl aus: „Wir wollen in Fraktionsstärke in den Bezirkstag.“

Der Weißenburger Orts- und Kreissprecher Victor Rother wurde auf Platz 4 der Liste für den
mittelfränkischen Bezirkstag gewählt. Rother macht sich dafür stark, dass Thema bäuerlich-ökologische Landwirtschaft über die Förderung der landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf
stärker zu besetzen. „Eine Abkehr von der Agrarindustrie ist dringend notwendig.“ so Rother. Beim
neuen Bundesteilhabegesetz ist ihm wichtig, dass es für Menschen mit Behinderung keine
Verschlechterung bei den Lebensverhältnissen gibt. Hier wird DIE LINKE im Bezirkstag die Umsetzung
kritisch begleiten. Er fordert außerdem einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik, unter
anderem um die Zahl der Drogentoten in Bayern wirksam zu verringern. Bayern führt hier seit Jahren
die Liste an. Rother möchte sich ebenso dafür einsetzen, dass insbesondere alternative
Kulturangebote eine stärkere Unterstützung durch den Bezirk erfahren.

Auf der Liste zur Landtagswahl geht der hiesige Stimmkreiskandidat Heinz Rettlinger (Gunzenhausen)
von Platz 24 ins Rennen. Der Gunzenhäuser will sich u.a. dafür einsetzen, dass Wasser nicht zur Ware
wird. Rettlinger kritisiert, dass die Trinkwasserqualität in Bayern sehr unterschiedlich ist. Das
Grundwasser ist zum Teil massiv mit Nitrat belastet. Die aktuellen Grenzwerte sind in seinen Augen
zu hoch angesetzt. „Für DIE LINKE ist der Zugang zu sauberen Trinkwasser ein Menschenrecht. Somit
ist es Aufgabe des Staates, die Bevölkerung mit Wasser in guter Qualität und zu einem bezahlbaren
Preis zu versorgen.“ so Rettlinger.

Die Kreissprecher Michael Beuckert und Tamara Raffa (beide Ansbach) gehen von Platz zwölf und 17
für den Landtag ins Rennen. „Bayern braucht klare Kante in der Opposition“, erklärt Beuckert. DIE
LINKE sei die „einzige Kraft, die definitiv nicht mit Markus Söder ins Bett steigt“. Sprecherkollegin
Raffa ergänzt: „Der Freistaat braucht soziale und ökologische Erneuerung. Dafür steht DIE LINKE.“
Für eine Überraschung sorgte der Ansbacher Bundestagsabgeordnete Harald Weinberg. Er kandidiert
auf Platz zehn für den Landtag. „Die Reihung zeigt, dass mein Ziel nicht ein Platz im Maximilianeum
ist“, betont der Gesundheitsexperte, doch sei seine Bewerbung auch ein Signal: „Die Chance zum
Einzug in den Landtag ist für DIE LINKE so groß wie nie.“ Die CSU habe zentrale Themen wie die
Sorge um den Erhalt der Krankenhäuser im ländlichen Raum, den Ärztemangel oder das Wegbrechen
der Hebammenversorgung „sträflich vernachlässigt“. Hier habe DIE LINKE Konzepte im Interesse der
großen Mehrheit der Menschen in Bayern erarbeitet, die man konsequent im Landtag einbringen
werde.