25. Januar 2017

MdB Harald Weinberg: „Beratung durch Apotheken oft unverzichtbar“

MdB Harald Weinberg (DIE LINKE)

„Ich begrüße die Aktion der Apothekerinnen und Apotheker für eine klare gesetzliche Regulierung des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Die starke Beteiligung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zeigt exemplarisch, dass das jüngst gefällte Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) die Versorgung insbesondere im ländlichen Raum gefährdet.“ So kommentiert der krankenhauspolitische im Bundestag, MdB Harald Weinberg (DIE LINKE), die Unterschriftensammlung für ein Verbot des Versandhandels bei verschreibungspflichtigen Arzneien (das Weißenburger Tagblatt berichtete).

Beim Bezug von Medikamenten etwa aus ausländischer Produktion sei eine lückenlose Kontrolle nicht mehr gegeben, argumentiert Weinberg: „Der Preiskampf führt zu sinkender Qualität bei Medikamenten. Die Arzneimittelversorgung der Menschen darf nicht unter handelspolitischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Sie ist vielmehr zentraler Bestandteil einer verlässlichen Gesundheitspolitik. Daher habe ich als Reaktion auf das EuGH-Urteil einen Antrag im Bundestag für ein Verbot des Versandhandels mit verschreibungspflichtigen Medikamenten eingebracht (siehe hier).

Der Abgeordnete sieht zudem die Rolle der Apothekerinnen und Apotheker als Gesundheitsdienstleister vor Ort: „Die Beratung durch Apotheken sind oft unverzichtbar. Sie schützen vor Fehlmedikationen.“