17. Dezember 2018

19 Prozent der Vollzeitbeschäftigten im Landkreis von Niedriglohn betroffen

Orts- und Kreissprecher Victor Rother

Eine Anfrage der LINKEN Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hat ergeben, dass in Bayern jeder sechste Vollzeitbeschäftigte unterhalb der Niedriglohnschwelle arbeitet. Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist die Situation dramatisch. Der Kreisvorsitzende der LINKEN Victor Rother erklärt hierzu:

"Die Erfolgsmeldungen am Arbeitsmarkt verkehren sich bei genauerer Betrachtung in ihr Gegenteil. Wenn von 20.450 Vollzeitbeschäftigten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 19 Prozent zum Niedriglohn schuftet, dann muss Politik handeln. Niedriglöhne sind einer der Gründe, warum die Zahl der Beschäftigten, welche einem Nebenjob nachgehen im Landkreis um 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 3.874 angestiegen ist."

Rother weiter: "Dieser Befund ist nicht nur für alle betroffenen Beschäftigten eine individuelle Katastrophe, sie birgt auch gesellschaftlich gewaltigen sozialen und politischen Sprengstoff. Wir müssen Hartz IV abschaffen, weil die Hartz-Gesetzgebung den Druck auf die Löhne wesentlich verschärft hat. Im Interesse der Menschen, des sozialen Zusammenhalts und der politischen Stabilität brauchen wir einen Mindestlohn von mindestens 12 Euro. So bekämpfen wir Armutslöhne, sichern soziale Teilhabe und geben den Menschen wieder eine Perspektive."