4. November 2019

Anfrage zur Dämmung von Hochhausfassaden in Weißenburg

Erkan Dinar, (Stadtrat, DIE LINKE)

Sehr geehrte Frau XXX,

ich bitte um die Beantwortung meiner nachfolgenden Fragen.

1. Gibt es in Weißenburg Hochhäuser über 22 Meter? Wo liegen diese Bauten genau?

2. Ist der Stadtverwaltung bekannt, welche Dämmmaterialien in den Hausfassaden der Hochhäuser verwendet wurden? Handelt es sich dabei um stark brennbare Materialien?

3. Ist die Stadtverwaltung bereits diesen Fragen nach dem Hochhausbrand von London in der Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2017 nachgegangen?

Mit freundlichen Grüßen

Erkan Dinar
Stadtrat

Am 4. November 2019 antwortete die Stadtverwaltung mit nachfolgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Dinar,

Hochhäuser sind nach Art. 2 Abs. 4 Nr. 1 der Bayerischen Bauordnung (BayBO) definiert als „Gebäude mit einer Höhe nach Art. 2 Abs. 3 Satz 2 BayBO von mehr als 22 m“.

In Weißenburg gibt es keine Hochhäuser. Die in Weißenburg bestehenden „hohen Häuser“ sind rechtlich betrachtet keine „Hochhäuser“, da diese Gebäude die rechtlich definierte Grenze nicht überschreiten. Die in Weißenburg stehenden „hohen Häuser“ sind baurechtlich somit auch keine „Sonderbauten“.

Der Stadtverwaltung ist nicht bekannt, welche Dämmmaterialien bei den vorhandenen „hohen Häusern“ verbaut wurden.

Das Thema „Brandschutz der Fassaden“ gehört nicht zum Prüfumfang im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren nach Art. 59 BayBO.

Die Stadtverwaltung hatte daher nach dem Hochhausbrand in London dieses Thema nicht zu behandeln. Es erfolgten hierzu auch keinerlei Aufforderungen durch die übergeordneten Stellen (Oberste Baubehörde, Regierung von Mittelfranken).

Das Thema „Brandschutz der Fassaden“ obliegt bei den in Weißenburg vorhandenen „hohen Häusern“ der Eigenverantwortung der Eigentümer bzw. Eigentümergemeinschaften.

Für evtl. Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

XXX