22. April 2019

Weißenburger Forum: "Christliche Soziallehre und Arbeiterbewegung"

Mirjam Dressendörfer, ehemalige Regionalsekretärin bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung

Weißenburg - Der Bildungsverein "Brecht(h)aus-Bibliothek" veranstaltet in Kooperation mit dem Kurt Eisner Verein/Rosa Luxemburg Stiftung, im Rahmen seiner Vortragsreihe "Weißenburger Forum", eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Christliche Soziallehre und Arbeiterbewegung". Als Referentin konnte die ehemalige Regionalsekretärin der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), Mirjam Dressendörfer, gewonnen werden. Die Veranstaltung ist öffentlich und findet am Samstag, den 27. April um 14 Uhr im Nebenraum vom Restaurant Cancun statt.

«Diese Wirtschaft tötet!» - Mit dieser Aussage ging Papst Franziskus 2013 mit dem herrschenden kapitalistischen Wirtschaftssystem ins Gericht. Und er steht nicht alleine da. Auch die höchste Vertretung der weltweiten protestantischen Kirchen hat den finanzmarktgetriebenen Kapitalismus scharf kritisiert. Angesichts von Umweltkrise, Europakrise und Flüchtlingskrise wird der Schrei nach Alternativen immer lauter. Diese verlangen von uns vor allem eines: Unser bisheriges Denken, Leben und Konsumieren radikal zu hinterfragen.

Unter der christlichen Soziallehre versteht man Ansätze der katholischen Soziallehre und der protestantischen Sozialethik, politische und gesellschaftliche Forderungen und Grundsätze durch christlichen Glaubenssätze zu begründen. Neben der Solidarität und dem Gemeinwohl wird in der christlichen Soziallehre vor allem auch die Subsidiarität betont. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll die Stellung der christlichen Kirchen zum Kapitalismus sowie ihre Schnittmengen als Teil der Arbeiterbewegung durchleuchtet werden.