27. Februar 2011

Gegen das Vergessen

Uwe Schildbach

Linke fordert: Einrichtung einer Dauerausstellung zum Thema: „Rolle der Ansbacher Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus“

Unter großem Interesse und mit überregionalem Presseecho, fand im November 2010 im Ansbacher Bezirksrathaus die Ausstellung: „In Memoriam – Psychiatrie im Nationalsozialismus“, statt.

Im Rahmen dieser Ausstellung wurde mit mehreren Bildtafelwänden auch die Rolle der damaligen Ansbacher Heil- und Pflegeanstalten im Nationalsozialismus dargestellt.

Nach Beendigung dieser Ausstellung sind die Bildtafeln und Recherchen zum Thema „Heil- und Pflegeanstalt Ansbach im Nationalsozialismus“ der Öffentlichkeit leider nicht mehr zugänglich. Die Linke bedauert dies und fordert die Einrichtung einer öffentlich zugänglichen Dauerausstellung in den Räumlichkeiten des Bezirksklinikums Ansbach.

„Es kann nicht sein, dass diese wichtige Ausstellung jetzt in irgendwelchen Kellern einlagert wird und dort verstaubt“, stellt Bezirksrat Uwe Schildbach fest, der einen diesbezüglichen Antrag auf den Weg gebracht hat.

Ferner regte Schildbach in diesem Zusammenhang an, vorhandene Exponate der bisweilen nur wenig beachteten Psychiatrieausstellung, die sich auf dem Gelände des Bezirksklinikums Ansbach befände, mit den Bildschautafeln zum Thema „Heil- und Pflegeanstalt Ansbach im Nationalsozialismus“ zu kombinieren. Viele dieser Exponate würden sehr gut zu dieser Ausstellung passen, da sie aus der gleichen Zeit stammen.

„Die schrecklichen Verbrechen die in der Ansbacher Heil- und Pflegeanstalt während der Nazizeit verübt wurden, dürfen niemals in Vergessenheit geraten,“ mahnt Schildbach.

Gerade in Zeiten des sozialen Kahlschlags sei es wichtiger denn je, Konsequenzen aus der Geschichte zu ziehen: Behinderte und Kranke dürfen niemals wieder in unserer Gesellschaft ausgegrenzt werden, sondern bedürfen unserer besonderen Zuwendung und Unterstützung.