19. November 2013

Linke setzt auf psychosozialen Ausbau, Unterstützung der Suchthilfe und Förderung der Jugendkultur

Uwe Schildbach, Bezirksrat (DIE LINKE)

Seit dem Haushaltskonsolidierungsprogramm stehe der Bezirk Mittelfranken bezüglich einer dringend erforderlichen Erweiterung des psychosozialen Netzes in Mittelfranken auf der Bremse, kritisierte Bezirksrat Uwe Schildbach.

Gerade der ambulante Bereich sei durch den wachsenden Beratungsbedarf in weiten Teilen unterfinanziert. Aus diesem Grund habe die Linke zum Bezirkshaushalt 2014 zusätzliche 1,5 Millionen Euro in den Sozialhaushalt eingestellt. Profitieren davon sollen vor allem kleinere Leistungsanbieter im ambulanten Bereich und Zuverdienstprojekte.

Unterm Strich rechne sich frühzeitige ambulante Hilfestellung immer,  da hier mit verhältnismäßig geringen Mitteln viel erreicht und notwendige Präventionsarbeit geleistet wird. Nach Schildbachs Meinung ließen sich durch solche Angebote viele stationäre Klinik- oder Heimunterbringungen verhindern.

Ferner habe die Linke für das Projekt HearYou (Sucht- und Drogenberatung für Gehörlose und Hörbehinderte), des Nürnberger Drogenhilfevereins mudra. e.V. Finanzmittel im Haushalt vorgesehen. Die Laufzeit des bisher von der Aktion Mensch geförderten Projekts und dessen Finanzierung läuft im Juli 2014 aus und soll gemeinsam von der Stadt Nürnberg und dem Bezirk übernommen werden.

„Die Zahl an bisherigen Beratungsgesprächen belegen die dringend notwendige Fortführung des Projekts“, so der Linkenbezirksrat.

Auch für die gestiegenen Personalkosten beim Bezirksjugendring möchte die Linke im Haushalt 2014 Sorge tragen.

Wenn die Mittel für den Bezirksjugendring nicht aufgestockt werden, wird es zwangsläufig zu Einschränkungen bei den Angeboten kommen, ist sich Schildbach sicher. Schon dieses Jahr konnte das Hörspielfestival des Bezirksjugendrings „Hört Hört“ nur mit Mitteln eines privaten Sponsors durchgeführt werden.

Finanziert werden sollen die zusätzlichen Ausgaben, welche sich auf insgesamt knapp 1,6 Millionen Euro belaufen, durch die Streichung eines Erweiterungsbaus für das Bezirksrathaus in Ansbach. Über 20 Millionen Euro seien für diese Baumaßnahme in den nächsten Jahren eingeplant.

Diese Baumaßnahme möchte die Linke verhindern. „Es ist nicht einzusehen, dass obwohl in der Stadt Ansbach geeignete Verwaltungsimmobilien leer stehen, die öffentliche Hand grob fahrlässig Flächenfraß betreibt  und noch weitere schützenswerte Naturgebiete versiegelt“, so Schildbach abschließend.