26. Mai 2011

Konterrevolutionärer Pakt

Geschichte. Freunde und Feinde der Pariser Kommune. Teil I: Über die Rolle Preußens bei der Niederschlagung der Arbeiterrevolution in Frankreich

Erich Kundel

Der »erste Versuch der proletarischen Revolution, die bürgerliche Staatsmaschinerie zu zerschlagen« (Lenin) und sie durch einen neuen Typus von Gemeinwesen zu ersetzen, die Pariser Kommune, dauerte 72 Tage (siehe Alexander Bahar: »Gefährliches Beispiel«, jW-Thema vom 18. März 2011). Am 18. März 1871 vereitelten die Arbeiter von Paris den Versuch der französischen Regierung unter Adolphe Thiers, sie zu entwaffnen, die Regierung floh nach Versailles und am 28. März wurde die Kommune feierlich proklamiert. Unentgeltlicher Unterricht wurde eingeführt, Beamte sollten nur noch den durchschnittlichen Arbeiterlohn bekommen, Abgeordnete und Funktionäre wähl- und absetzbar sein, stillgelegte Betriebe wurden an Arbeitergenossenschaften übergeben, das stehende Heer wurde aufgelöst. Daß die Pariser Bevölkerung sich anschickte, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, stieß auf den wütenden Widerstand nicht nur der französischen Reaktion. Am 28. Mai endete der Aufbruch, blutig unterdrückt von der Soldateska der Versailler Regierung. Anläßlich des 140. Jahrestages der Niederschlagung veröffentlichen wir in zwei Teilen einen Text Erich Kundels über das Verhältnis der reaktionären und der fortschrittlichen Kräfte in Deutschland zum Aufstand in Paris.

In Deutschland haben im Frühling des Jahres 1871 die revolutionären Ereignisse in Paris mehr als in jedem anderen der Nachbarstaaten Frankreichs für innenpolitischen Zündstoff gesorgt. Schon die ersten Nachrichten, daß auf dem Pariser Rathaus die rote Fahne wehe, das Volk von Paris die Macht in seine eigenen Hände genommen habe und die bürgerliche Regierung Hals über Kopf nach Versailles geflüchtet sei, löste in der deutschen Öffentlichkeit leidenschaftliche Diskussionen aus. Die spontane Begeisterung, mit der die junge Arbeiterbewegung die Kommune begrüßte, stand in schroffem Gegensatz zur Ablehnung der Pariser Arbeiterrevolution durch die Adelsgesellschaft und die Bourgeoisie.

Konservative wie liberale Blätter, die in vielen Fragen unterschiedliche Standpunkte vertraten, waren sich in der Beurteilung der Pariser Ereignisse einig. Die Zeitungen wurden nicht müde, vor den verhängnisvollen Folgen des Volksaufstandes in der Metropole an der Seine zu warnen. Die in Berlin herausgegebene Neue Preußische Zeitung verstieg sich am Tag der Kommuneproklamation zu der absurden Behauptung, daß »Paris gegenwärtig ein Seuchenherd für ganz Europa« sei. »Stehen die kommunistischen Sekten in Europa etwa nicht unter der einheitlichen Führung der Internationalen Arbeiterassoziation, deren Funktionäre heute in Paris die Zügel der Herrschaft in der Hand haben«1, beschwor das auch unter dem Namen »Kreuzzeitung« bekannte konservative Blatt seine Leser. Primitiver Antikommunismus mußte bereits damals dafür herhalten, um Männer und Frauen des gesellschaftlichen Fortschritts mit Schmutz zu bewerfen.

Reaktion macht mobil

Weitaus gefährlicher als die Tiraden der »Kreuzzeitung« wurde den Kommunarden die Anwesenheit der Preußen in Frankreich. Eine Besatzungsarmee von mehr als einer halben Million Soldaten und Offiziere hielt das Land militärisch fest im Griff. In Rouen residierte Generalgouverneur Alfred von Fabrice, der im Auftrag Bismarcks die Zivilverwaltung in den okkupierten Landesteilen kontrollierte. In Compiegne befand sich das Oberkommando der III. Armee, die mit etwa 200000 Mann im Raum Paris konzentriert war. Auf Befehl des Generalstabs in Berlin konnten diese kampferprobten und gut ausgerüsteten Truppen zu jedem beliebigen Zeitpunkt gegen Paris in Marsch gesetzt werden. Im Besitz von acht Festungswerken an der östlichen Peripherie der französischen Hauptstadt war Helmuth Graf von Moltke in der Lage, Paris mit Artilleriefeuer einzudecken und der Kommune ein Ende zu bereiten.

Im Unterschied zu dem gewaltigen Militärpotential der preußisch-deutschen Okkupanten war die nach Versailles geflüchtete Regierung des Ministerpräsidenten Adolphe Thiers militärisch am Ende. Die ihr noch verbliebenen Truppen befanden sich in einem derart desolaten Zustand, daß Jahre später der damalige Außenminister Jules Favre in seinen Memoiren feststellte: »Die 15 bis 16000 Männer, die uns begleitet hatten, machten den traurigen Eindruck einer aufgelösten Truppe, deren Soldaten öffentlich erklärten, daß sie nicht gegen ihre Brüder in Paris kämpfen werden. In Versailles angekommen, beeilte ich mich sogleich an General Fabrice zu schreiben und ihm zu versichern, daß wir fest entschlossen wären, die Meuterei zu bekämpfen und zu besiegen.«2

In der Öffentlichkeit – wie zum Beispiel in seinen Reden vor dem Reichstag – erklärte Bismarck, daß sich Deutschland nicht in die Auseinandersetzungen zwischen Paris und Versailles einmischen werde, solange es seine eigene Sicherheit nicht gefährdet sehe. Den Augen der Öffentlichkeit verborgen – in den Amtszimmern des Auswärtigen Amtes oder in Gesprächen mit ausländischen Diplomaten – zeigte sich der Kanzler weit weniger konziliant. Da blieb er der gewalttätige Junker, der am liebsten selbst mit der III. Armee in Paris eingerückt wäre, um dort für preußische Zucht und Ordnung zu sorgen.

Nur wenige Stunden, nachdem in Berlin das Debakel der französischen Regierung bekannt geworden war, erklärte Bismarck dem russischen Botschafter Pawel Petrowitsch d’Oubril unter dem Siegel der Verschwiegenheit, daß er Thiers seine Mitwirkung bei der Überwindung der Krise vorgeschlagen habe. Um nur ja keinen Zweifel bei den anderen europäischen Regierungen aufkommen zu lassen, daß man sich in dieser Hinsicht voll und ganz auf das soeben gegründete preußisch-deutsche Kaiserreich verlassen könne, erteilte der Kanzler am 21. März seinen Botschaftern in Petersburg, Wien und London in gleichlautenden Telegrammen die folgende Anweisung: »Äußern Sie sich vertraulich, daß wir die Regierung in Frankreich, welche wir durch Präliminarfrieden anerkannt haben, unterstützen werden.«3

Das erste Ergebnis der Geheimverhandlungen mit Thiers und Favre war der Abschluß einer Militärkonvention. Die französische Regierung durfte entgegen den Bestimmungen des Präliminarfriedens die Mannschaftsstärke auf 80000 Mann verdoppeln, die dann später auf 100000 und schließlich sogar auf 120000 erhöht wurde. Moltke erklärte sich im Einverständnis mit Kaiser Wilhelm bereit, die dafür erforderlichen Offiziere und Soldaten vorzeitig aus der Kriegsgefangenschaft zu entlassen und für ihren beschleunigten Rücktransport nach Versailles Sorge zu tragen. Minister Pouyer-Quertier versicherte im Namen seiner Kollegen, »daß die französische Regierung diejenigen Truppen, zu deren Zusammenziehung in und um Paris er die Genehmigung der Kaiserlichen Regierung erbitten wolle, ausschließlich zur Wiedereinnahme und Niederwerfung des dortigen Aufstandes sowie zum Schutze von Regierung und Nationalversammlung in Versailles verwenden werde.«4

Gendarm Europas

Zur gleichen Stunde, in der am 28. März 1871 Hunderttausende Pariser vor dem Hotel de Ville die Proklamation ihrer Kommune in einer wahrhaft historischen Manifestation begrüßten, unterzeichneten in Rouen, dem streng bewachten Amtssitz des deutschen Generalgouverneurs, Generalleutnant von Fabrice im Namen des deutschen Kaisers, Minister Pouyer-Quertier und General Valdan im Auftrag der Versailler Regierung den konterrevolutionären Pakt zur Niederwerfung der Pariser Kommune.

Mit dem Abschluß dieses geheimen Abkommens, das übrigens erst Jahrzehnte später veröffentlicht wurde, verpflichtete sich die damals am besten gerüstete Militärmacht Europas, stellvertretend für die internationale Konterrevolution, die Versailler Regierung bei der Wiederherstellung der alten Ordnung zu unterstützen. Hatten sich noch vor wenigen Wochen deutsche und französische Truppen vor den Toren der französischen Hauptstadt blutige Gefechte geliefert, waren nun deren Befehlshaber ein Herz und eine Seele in dem Drang nach einer exemplarischen Bestrafung der Pariser, die es gewagt hatten, ihr Schicksal selbst zu bestimmen.

Obwohl die anderen europäischen Regierungen den Machtzuwachs Preußen-Deutschlands nach seinem Sieg über Frankreich mit Mißtrauen und Unbehagen beobachteten, begrüßten sie dennoch dessen aktive Rolle bei der Unterdrückung der Kommune. »Die deutsche Macht schützt Europa gegen die Überflutung des französischen Wahnsinns und wird wahrscheinlich durch ihre bloße Gegenwart auf französischem Boden beitragen, den gesunden Elementen den nationalen Sieg über den roten Fortschritt zu erleichtern«, schrieb die in Augsburg erscheinende Allgemeine Zeitung in einem Artikel, den sie am 30.März 1871 unter der anmaßenden Überschrift »Die ersten Verdienste des Deutschen Reiches um Europa«5 veröffentlichte. Ihren Anspruch auf eine Gendarmenrolle in Europa demonstrierten die preußisch-deutschen Militaristen bereits im Frühjahr 1871 gegenüber dem besiegten Frankreich. Mit einer an zynischer Offenheit nicht zu überbietenden erpresserischen Gewaltpolitik machte man die Rückführung der französischen Kriegsgefangenen von der bedingungslosen Anerkennung der territorialen und finanziellen Forderungen bei den Friedensverhandlungen abhängig.

Deutschland müsse darauf bedacht sein, »durch Zurückhaltung der Kriegsgefangenen ein Mittel in der Hand zu haben, die Anerkennung und Durchführung des Friedensvertrages unter allen Umständen zu erzwingen«6, erklärte Bismarck Anfang April, als die Versailler Regierung auf weitere Verstärkung drängte, weil ihre Truppen gegen die Kommunarden kaum nennenswerte Erfolge erzielten. Wie Marx treffend feststellte, dosierte man in Berlin ganz bewußt die Entlassung der französischen Kriegsgefangenen, »die Bismarck in Abschlagszahlungen losließ, hinreichend einerseits, den Bürgerkrieg in Gang zu halten und andererseits Versailles in kriechender Abhängigkeit von Preußen zu halten«.7 Und als die Friedensverhandlungen in Brüssel nicht recht vom Fleck kamen, trug sich Bismarck ernsthaft mit dem Gedanken, ungeachtet der in Rouen abgeschlossenen Konvention, die Versailler Regierung eiskalt fallenzulassen und die Liquidierung der Kommune dem Generalfeldmarschall Moltke zu übertragen. Noch Anfang Mai äußerte er sich in einem vertraulichen Gespräch gegenüber dem Grafen Waldersee, daß es wahrscheinlich am besten wäre, »wir forderten Thiers auf, mit seiner Armee hinter die Loire zu gehen, und wir nähmen die Sache mit Paris ernsthaft in die Hand«8.

Unterwerfung von Paris

Mit einem Schlage waren die martialischen Drohungen und die kleinlichen Schikanen gegenüber der Versailler Regierung vom Tisch, als Jules Favre am 10. Mai 1871 in Frankfurt am Main den Friedensvertrag unterzeichnete. Die Preisgabe Elsaß-Lothringens an die preußischen Junker und die deutsche Großbourgeoisie sowie die Verpfllichtung, an die Kassen der deutschen Reichsregierung fünf Milliarden Goldfrancs als Kriegskontribution abzuführen, gaben endgültig den Weg frei für ein noch engeres Zusammenwirken der Konterrevolution in Versailles und in Berlin.

Schon am 9. Mai hatte Moltke im Auftrag Bismacks und mit Einverständnis Kaiser Wilhelms an das Oberkommando in Compiegne telegraphiert, daß der Abschluß des Friedensvertrages unmittelbar bevorstehe, »wobei wir Mitwirkung bei der Unterwerfung von Paris zusagen.«9 Mit preußischer Gründlichkeit befahl der General­stabschef seinen vor Paris postierten Besatzungstruppen die Vorbereitung folgender Maßnahmen für den Fall, daß die Versailler Soldateska in Paris eindringen sollte:

– die Absperrung aller Verbindungen von und nach Paris;

– die Mitteilung an die Kommune, daß eine Bewaffnung der Stadtmauer in Richtung auf die deutschen Truppen als ein Angriff auf deren Sicherheit unter keinen Umständen geduldet wird;

– den Versaillern aber den Durchmarsch durch die eigenen Linien zu gestatten;

– die Nord- und Ostseite unter Artilleriefeuer zu nehmen, wenn die Versailler Regierung darum ersuchen sollte;

– für den Fall, daß der Angriff mißlingen sollte, werden die Versailler durch die eigenen Linien durchgelassen, dagegen ist eine Verfolgung durch die Nationalgarde »mit allen Waffen zurückzuschlagen«10.

Am 11. Mai trafen sich beim Generalgouverneur Fabrice die Militärs. General Borel, Stabschef bei Mac-Mahon, gab vor den Offizieren der III. Armee, die unter der Leitung des Generalmajors von Schlotheim erschienen waren, einen Bericht zur militärischen Lage und entwickelte den in Versailles ausgearbeiteten Plan zur Eroberung von Paris. Wie auf einer Stabsübung befreundeter und gemeinsam operierender Truppenteile gaben die deutschen Besatzungsoffiziere auf Grund ihrer eigenen Erfahrungen bei der Belagerung von Paris Hinweise, wie man am besten die Kommune militärisch besiegen könnte. Die Zusammenarbeit der beiden Stäbe war so erfolgreich, daß Generalfeldmarschall Moltke schon in den Morgenstunden des 22. Mai – die Versailler waren tags zuvor in die Stadt eingedrungen – Bismarck melden konnte: »Absolute Absperrung war vorbereitet und ist durchgeführt.«11

Während der Kampfhandlungen leistete das Oberkommando der III. Armee den Versailler Truppen jede gewünschte Unterstützung. Deutsche Truppen besetzten die neutrale Zone und trieben die Flüchtlinge aus Paris vor die Gewehrläufe der Versailler Soldateska. Man gestattete den Versaillern den Durchmarsch durch die eigenen Linien, die dann den Kommunarden überraschend in den Rücken fielen. Angesichts des verzweifelten Widerstandes der Kommunarden berichtete Thiers über die Zusammenarbeit mit den Preußen begeistert an seine Präfekten: »Gegenwärtig zurückgeworfen auf das äußerste Ende der Wälle zwischen die französische Armee und die Preußen, die ihnen den Durchgang verweigern, sind sie dabei, ihre Verbrechen zu büßen und haben nur mehr zu sterben oder sich zu ergeben.«12

»Eine Herzenslust«

Nicht minder begeistert berichtete General von Pape nach Berlin: Es »ist eine Herzenslust, die Herren Pariser so gezüchtigt zu sehen. Die Versailler Truppen geben keinen Pardon, und da auch Weiber sich am Kampf beteiligen, so werden auch diese auf der Straße ohne Barmherzigkeit niedergeschossen. Was beim Durchsuchen der Häuser vorgeht, darüber mag Gott richten; ich glaube, daß wenigstens die Hälfte der Einwohnerschaft ausgerottet wird.«13 Von ihrem sicheren Beobachtungsposten in Saint Denis genossen die deutschen Besatzungsoffiziere den Anblick der Brände in Paris, wie sich einst Kaiser Nero an dem brennenden Rom ergötzte.

Am Ende der blutigen Maiwoche gab es etwa 30000 von der Reaktion ermordete Männer, Frauen, Kinder und Greise. 60000 warf man in die Gefängnisse oder deportierte sie in die Strafkolonien nach Neu-Kaledonien. »Daß nach dem gewaltigsten Krieg der neuesten Zeit die siegreiche und die besiegte Armee sich verbinden zum gemeinsamen Abschlachten des Proletariats – ein so unerhörtes Ereignis beweist, nicht wie Bismarck glaubt, die endliche Niederdrückung der sich emporarbeitenden neuen Gesellschaft, sondern die vollständige Zerbröckelung der alten Bourgeoisgesellschaft«15, schrieb Marx in jenen Tagen, als sich in den Straßen von Paris die Leichen zuhauf türmten und die Exekutionskommandos der Versailler Soldateska ihren Rachegelüsten freien Lauf ließen.

Anmerkungen

1 Neue Preußische Zeitung, Berlin 28. März 1871

2 Jules Favre: Gouvernement de la Defense National, Bd. 3, Paris 1875, S. 244 und 286

3 Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Frankreich Nr. 70, Bd. 103, Bl. 12

4 Ebenda, Bd. 105, Bl. 16

5 Allgemeine Zeitung, Augsburg, 30. März 1871

6 Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes, Frankreich Nr. 70, Bd. 106, Bl. 103

7 Karl Marx: Der Bürgerkrieg in Frankreich, In: Marx-Engels-Werke, Bd. 17, Berlin 1971, S. 351

8 Albert von Waldersee: Denkwürdigkeiten, Bd. 1, Stuttgart-Berlin 1922, S. 132

9 Helmuth Graf von Moltke: Militärische Korrespondenz, Berlin 1897, S. 721

10 Ebd.

11 Ebd., S. 740

12 Joseph Vinoy: LŽArmistice et la Commune, Paris 1872, S. 345

13 Albert von Holleben: Die Pariser Kommune 1871 unter den Augen der Deutschen Truppen, Berlin 1898, S. 268

14 Karl Marx: Der Bürgerkrieg in Frankreich, a. a. O., S. 361

Prof. Erich Kundel ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und war Sekretär der Gesamtredaktion der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Er ist Redakteur der von der DKP Brandenburg herausgegebenen Roten Kalenderblätter.

Anfang Juni erscheint eine von Erich Kundel verfaßte und von der DKP Brandenburg herausgegebene Broschüre über die Pariser Kommune unter dem Titel »Wacht auf verdammte dieser Erde! Paris vor 140 Jahren. Zwölf Bilder aus den 72 Tagen der Commune de Paris«, zu beziehen über die DKP Brandenburg (www.dkpbrandenburg.de

Französischer Völkerfrühling

Geschichte. Freunde und Feinde der Pariser Kommune. Teil II und Schluß: Die Solidarität der deutschen Sozialdemokratie mit der Pariser Bevölkerung

Erich Kundel

Der »erste Versuch der proletarischen Revolution, die bürgerliche Staatsmaschinerie zu zerschlagen« (Lenin) und sie durch einen neuen Typus von Gemeinwesen zu ersetzen, die Pariser Kommune, dauerte 72 Tage (siehe Alexander Bahar: »Gefährliches Beispiel«, jW-Thema vom 18. März 2011). Am 18. März 1871 vereitelten die Arbeiter von Paris den Versuch der französischen Regierung unter Adolphe Thiers, sie zu entwaffnen, die Regierung floh nach Versailles, und am 28. März wurde die Kommune feierlich proklamiert. Unter anderem wurde unentgeltlicher Unterricht eingeführt, Beamte sollten nur noch den durchschnittlichen Arbeiterlohn bekommen, Abgeordnete und Funktionäre wähl- und absetzbar sein, stillgelegte Betriebe wurden an Arbeitergenossenschaften übergeben, das stehende Heer wurde aufgelöst. Daß die Pariser Bevölkerung sich anschickte, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, stieß auf den wütenden Widerstand nicht nur der französischen Reaktion. Am 28. Mai endete der Aufbruch, blutig unterdrückt von der Soldateska der Versailler Regierung. Anläßlich des 140. Jahrestages der Niederschlagung veröffentlichen wir in zwei Teilen einen Text Erich Kundels über das Verhältnis der reaktionären und der fortschrittlichen Kräfte in Deutschland zum Aufstand in Paris. 

»Es ist vollbracht«, ruft die Norddeutsche Allgemeine Zeitung am 25. Mai 1871 ihren Lesern zu. Mit sichtlicher Erleichterung berichtete der Pariser Korrespondent des Bismarckschen Leiborgans, »daß der blutgefärbte Meteor der neuen Revolution nunmehr am Himmel Frankreichs und Europas niedergeht«. Die anfängliche Ratlosigkeit und die dann von Woche zu Woche eskalierende Wut über die revolutionären Ereignisse in Paris entluden sich nun in einer blutrünstigen und zügellosen Hetze. »Die Vergeltung wird hoffentlich nicht ausbleiben! Gnade darf allenfalls den Verführten oder wider Willen Gezwungenen gewährt werden! Den Führern aber, und zwar allen, Strenge, unerbittliche Strenge!«1 Die internationale Konterrevolution war sich einig, daß die Stunde der Abrechnung gekommen war.

Während die Zeitungen immer neue Nachrichten über das Massaker in Paris verbreiteten, trat der sozialdemokratische Politiker August Bebel an diesem 25. Mai 1871 an das Rednerpult des Deutschen Reichstags. In der Stunde der Niederlage und des Todes Tausender seiner Freunde und Genossen in Paris solidarisierte er sich im Namen seiner Partei und im Namen der deutschen Arbeiter mit den »Himmelsstürmern von Paris«, die zum ersten Mal den Versuch unternommen hatten, die Ideen des Sozialismus zu verwirklichen. »Meine Herren, wenn auch im Augenblick Paris unterdrückt ist, dann erinnere ich sie daran, daß der Kampf in Paris nur ein kleines Vorpostengefecht ist, daß die Hauptsache in Europa uns noch bevorsteht und daß, ehe wenige Jahrzehnte vergehen, der Schlachtenruf des Pariser Proletariats ›Krieg den Palästen, Friede den Hütten, Tod der Not und dem Müßiggange‹ der Schlachtruf des gesamten europäischen Proletariats werden wird«2, rief Bebel den im Reichstag versammelten Abgeordneten des reaktionären Junkertums und den profitsüchtigen Vertretern der Bourgeoisie zu.

Avantgarde der Befreiung

Das war die Stimme eines anderen Deutschland. Es war die Stimme jenes Deutschland, dessen Vertreter im Kampf gegen den preußisch-deutschen Militarismus für eine friedliche und demokratische Entwicklung ihres Vaterlandes eintraten. Schon im Herbst 1870 hatten die Mitglieder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei gegen die Fortführung des Eroberungskrieges gegen Frankreich protestiert. Durchdrungen von dem Geist der Verständigung zwischen dem deutschen und dem französischen Volk, stand jede Nummer ihrer Parteizeitung Der Volksstaat unter der Losung: »Ein billiger Friede mit der französischen Republik! Keine Annexionen! Bestrafung Bonapartes und seiner Mitschuldigen!«

Die preußisch-deutschen Machthaber antworteten auf den Appell an das Gewissen der Nation auf ihre Weise. Die Mitglieder des Braunschweiger Ausschusses wurden in Ketten nach der Festung Lötzen in Ostpreußen verschleppt, Bebel und Wilhelm Liebknecht in Leipzig verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Die offiziöse Presse schmähte die Führer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei als Verräter, die ihr eigenes Vaterland in der Stunde der Gefahr im Stich lassen. Die Gerichte leiteten Hochverratsprozesse ein, um sie zum Schweigen zu bringen. Und doch waren die revolutionären deutschen Sozialdemokraten die wahren Patrioten, als sie sich, ohne auch nur einen Augenblick zu zögern, an die Seite der Pariser Kommunarden stellten.

»Würde nur die Kommune siegen, gern würde ich ein paar Jahre meines Lebens drangeben, gern würde ich die so schmählich mißbrauchten Worte ›Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit‹ verwirklicht sehen«3, bekannte ein Parteimitglied aus Hessen in einem Brief an Wilhelm Liebknecht. Aus Berlin berichtete Theodor Metzner von seinen großen Erwartungen an den »Völkerfrühling in Paris. In Frankreich treibt er herrliche Blüte, wann werden bei uns die Knospen dieses Frühlings sichtbar sein«4, schrieb er am 30. März an seine Parteifreunde.

Auf großen Kundgebungen, wie zum Beispiel in Berlin und Hamburg oder in Leipzig und Dresden, protestierten die Arbeiter gegen die Lügen und Verleumdungen, mit denen die konservativen und liberalen Zeitungen die Pariser Kommune überschütteten. Ebenso wie die Mitglieder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei solidarisierten sich auch die Mitglieder des lassalleanischen Arbeitervereins mit den Zielen der Pariser Kommunarden. »Auf Euch sind im Augenblick die Augen des gesamten Proletariats gerichtet«, erklärten die 3000 Teilnehmer einer Massenversammlung in Hannover in einem Schreiben an die Arbeiter der französischen Hauptstadt. Für sie waren die Pariser Kommunarden die »Avantgarde für die Befreiung der Völker.«5

»Die Kommune wurde gegründet, durch ganz Europa fühlte das Proletariat, daß es seine Sache sei, um die in Paris gekämpft wird, und die ganze sozialdemokratische Presse jauchzte Beifall«, 6 hieß es in einem Bericht aus Schwaben.

Das Zentralorgan der Eisenacher Partei verbreitete als eine der ersten Zeitungen in Deutschland am 5. April die alarmierende Nachricht: »Neueste Depeschen berichten, daß die Versailler Regierung die Commune mit Gewalt zu unterdrücken versucht, erforderlichenfalls mit Hilfe der preußischen Truppen.«7 Schon in seiner nächsten Nummer konkretisierte Der Volksstaat seine Meldung mit dem Hinweis, daß eine zweite Belagerung und Aushungerung von Paris »durch die verbündeten Streiter des christlich-germanischen Kaisers Wilhelm und der französischen Ordnungsfanatiker«8 bevorstehe.

Bruch des Völkerrechts

Am 15. April informierte Der Volksstaat zutreffend über alle wesentlichen Punkte der am 28.März vereinbarten Konvention zur militärischen Unterstützung der Versailler Regierung. Die Zeitung berichtete über die von der deutschen Regierung bewilligte Erhöhung der Truppenstärke, über eine Bevorzugung der Gardetruppen bei der Rückführung der Kriegsgefangenen und wußte sogar darüber bescheid, daß Generalfeldmarschall Moltke gedroht habe, die Sache selbst in die Hand zu nehmen, falls die Versailler länger mit ihrer Strafexpedition zögern würden. »Preußen-Deutschland brennt vor Begierde, seine internationale Polizeimission zu vollbringen«9, kommentierte Liebknecht die Ambitionen des Generalstabs in Berlin.

Als die Versailler Soldateska mit tätiger Beihilfe preußisch-deutscher Truppen blutige Abrechnung mit den Kommunarden hielt, alarmierte Der Volksstaat mit der Meldung: »Die deutsche Armee vor Paris hat mit den Versaillern vereinigt einen Kordon um die Stadt gezogen und treibt die Flüchtlinge mit Flintenschüssen unter den Mordstahl der Versailler zurück.«10 Die Regierungsblätter brüsteten sich jetzt in der Öffentlichkeit, wie die militärische Mitwirkung der Besatzungstruppen den Versaillern das Morden und Abschlachten der Kommunarden erleichtert, wenn nicht gar überhaupt erst ermöglicht hatte. Am 27. Mai berichtete die Norddeutsche Allgemeine Zeitung ausführlich über die seit Mitte des Monats durchgeführten Truppenbewegungen der III. Armee im Norden und Osten von Paris. Diese hätten die Versailler in die Lage versetzt, »ihre Streitkräfte zum Angriff auf den verhältnismäßig kurzen Abschnitt vom Mont-Valerien bis zur Seine zu konzentrieren.«11

»Und so kam denn endlich an den Tag der wahre Charakter jenes Kriegs, den die Vorsehung angeordnet hatte zur Züchtigung des gottlosen und liederlichen Frankreichs durch das fromme und sittliche Deutschland«12, erklärte Marx zwei Tage, nachdem die letzten Barrikaden in Paris gefallen waren. Als er den Mitgliedern des Generalrats in den Abendstunden des 30. Mai seine Adresse über den »Bürgerkrieg in Frankreich« vortrug, verband er seine wissenschaftliche Einschätzung der Kommune, als »die endlich entdeckte politische Form, unter der die ökonomische Befreiung der Arbeit sich vollziehen konnte«, mit dem eindringlichen Appell an die Wachsamkeit gegenüber der internationalen Reaktion, die sich von Anfang an die Vernichtung dieser ersten »Regierung der Arbeiterklasse«13 zum Ziele gesetzt hatte.

Ebenso leidenschaftlich wie Marx die brutalen Exzesse der Versailler Soldateska anprangerte, ebenso schonungslos verurteilte er die Perfidie Preußen-Deutschlands. Seine Staatsmänner und Militärs hatten immer wieder ihre Neutralität gegenüber der Kommune beteuert, aber in Wahrheit mit den Mördern der Kommune gemeinsame Sache gemacht. Das alles geschah um des eigenen Vorteils willen und mit Billigung der anderen europäischen Regierungen, wie Marx betonte: »Und dieser unerhörte Bruch des Völkerrechts, selbst wie es von den Juristen der alten Welt verstanden, statt die ›zivilisierten‹ Regierungen Europas aufzurütteln, daß sie dies rechtsbrüchige Preußen, das bloße Werkzeug des Petersburger Kabinetts, in die Acht der Völker erklären – treibt sie nur zu der Erwägung, ob die wenigen Schlachtopfer, die der doppelten Postenkette entgehen, nicht auch noch dem Versailler Henker auszuliefern sind!«14

Gegen preußischen Militarismus

Wie Marx in London, so erhoben auch die fortgeschrittenen Arbeiter in Deutschland ihre Stimme, um den Machthabern des neuen Deutschen Reiches in aller Öffentlichkeit ihre Verantwortung an dem Blutbad in Paris nachzuweisen. »Wir wissen«, erklärte Der Volksstaat in seinem Leitartikel am 31. Mai 1871, »1. daß Fürst Bismarck, eingestandenermaßen in Verletzung der Friedenspräliminarien, die Ansammlung einer französischen Armee von mindestens 120000 Mann, also vom Dreifachen der stipulierten Stärke erlaubt hat;

2., daß um Herrn Thiers, der sich auf die neugebildeten Truppenkörper nicht verlassen konnte, mit ›disziplinierten‹, d.h. zu Maschinen gewordenen, blind gehorchenden Soldaten zu versehen, bereits vor Abschluß des Frankfurter Friedens ein Teil der napoleonischen Kaisergarde, bataillons- und regimenterweise geordnet, nach Frankreich geschickt und an der Grenze bewaffnet worden ist. (Wir halten in dieser Beziehung unsere Angabe aufrecht, die aus zuverlässiger Quelle stammt);

3., daß sofort nach Abschluß des Frankfurter Friedens in größter Eile diejenigen Kriegsgefangenen nach Frankreich befördert worden sind, welche als die geeignetsten zur Bekämpfung der Kommune gelten, namentlich die Turkos, von denen zu erwarten ist, daß sie mit ganzer Seele und ›zweifelsohne‹ an der Verwirklichung des Bismarck-Thiersschen Ordnungsideals arbeiten werden;

4., daß die noch vor Paris stehenden deutschen Truppen den Versaillern jeden möglichen Vorschub geleistet und, ohne aktiv in die Operationen einzugreifen, doch tatsächlich mit der französischen Belagerungsarmee zusammengewirkt, sozusagen deren Reserve gebildet haben.«15

Gewiß reichten die Informationen der Redaktion zum damaligen Zeitpunkt noch nicht aus, um die aktive Beteiligung der deutschen Besatzungstruppen bei der Eroberung von Paris in allen Einzelheiten aufzudecken. Ungeachtet der vor allem nach der Unterdrückung des Pariser Arbeiteraufstandes zu einer weltweiten Kampagne eskalierenden Kommunarden-Hetze, gehörte das Zentralorgan der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu den wenigen deutschen Zeitungen, die es wagten, den preußisch-deutschen Militarismus als einen Vorreiter der internationalen Konterrevolution bei der Vernichtung der Pariser Kommune anzuprangern.

Die gesamte offiziöse Presse in Deutschland, aber auch die meisten sich als liberal und sogar demokratisch gebenden Blätter fanden kaum ein Wort des Bedauerns und schon gar nicht der Kritik an den von der Versailler Soldateska in der Pariser Blutwoche verübten Greuel. Für die sogenannten Hüter der bürgerlichen Ordnung waren die jedem menschlichen Empfinden Hohn sprechenden Ausschreitungen lediglich die lakonische Bemerkung wert, »daß diese leichtsinnige Brutstätte permanenter Revolution diesmal von einem Strafgericht heimgesucht worden ist, neben welchem die Juni-Schlacht von 1848 sich beinahe wie ein Fastnachtsscherz ausnimmt«.16

Neue Sturmwellen

Der Volksstaat antwortete auf diesen an Zynismus nicht zu überbietenden Vergleich mit einem Leitartikel, in dem Wilhelm Liebknecht den Platz der Pariser Kommune in folgenden historischen Zusammenhang stellte: »Juni 1848, März–Mai 1871,…? Am Sonntag, nach achttägiger Straßenschlacht, erlag die Kommune. Die zweite Woge der sozialistischen Springflut ist an den Mauern der Bourgeoisie zerschellt. Aber neue Sturmwellen, mächtiger als die zerschellte, wälzen sich heran – vielleicht noch eine wird zurückgeworfen, allein kein Gott, kein Mensch kann das Verderben abwenden von diesem morschen Bau.«

Allen jenen, die sich an der brutalen Niederschlagung des Pariser Arbeiteraufstandes beteiligt hatten, antwortete Liebknecht mit dem Optimismus der von ihren gerechten und humanen Zielen überzeugten Arbeiterklasse: »Jubelt, Ihr Sieger, solang Ihr die innere Angst zu übertäuben vermögt! Auch wir jubeln inmitten der Trauer um die gefallenen Brüder, denn der Kampf hat uns gezeigt, wie wir seit 1848 erstarkt, und wir können die Zeit berechnen, wo Ihr uns nicht mehr besiegen werdet.«17

Gewiß haben damals – im Frühjahr des Jahres 1871 – die Kräfte der noch kaum den Kinderschuhen entwachsenen Arbeiterbewegung nicht ausgereicht, um die Politiker und Militärs in Berlin daran zu hindern, sich an der Niedermetzelung des Pariser Arbeiteraufstandes zu beteiligen. Aber allein schon die Tatsache, daß sich der fortgeschrittene Teil der deutschen Arbeiterklasse schützend vor diesen ersten Versuch des Proletariats gestellt hat, seine Geschicke selbst zu bestimmen, hat weithin sichtbare Zeichen gesetzt und die weitere Entwicklung der Arbeiterbewegung in Deutschland entscheidend geprägt. Der Kampf der revolutionären deutschen Sozialdemokratie an der Seite der Pariser Kommunarden zählt zu den Ruhmesblättern ihrer Geschichte.

Anmerkungen

1 Norddeutsche Allgemeine Zeitung, Berlin, 25. Mai 1971

2 August Bebel: Die Pariser Kommune – Vorpostengefecht des europäischen Proletariats. In: Ausgewählte Reden und Schriften, Bd. 1, Berlin/DDR 1983, S. 150

3 Schneider an Wilhelm Liebknecht, Ende März 1871

4 Theodor Metzner an Wilhelm Liebknecht, 30. März 1871

5 Der Volksstaat, 10. Mai 1871

6 Der Volksstaat, 20. Mai 1871

7 Der Volksstaat, 5. April 1871

8 Der Volksstaat, 8. April 1871

9 Der Volksstaat, 15. April 1871

10 Der Volksstaat, 31. Mai 1871

11 Norddeutsche Allgemeine Zeitung, Berlin, 27. Mai 1871

12 Karl Marx: Der Bürgerkrieg in Frankreich. Marx-Engels-Werke (MEW), Bd. 17, Berlin/DDR 1971, S. 360

13 Ebenda, S. 342

14 Ebenda, S. 360

15 Der Volksstaat, 31. Mai 1871

16 Norddeutsche Allgemeine Zeitung, 31. Mai 1871

17 Der Volksstaat, 3. Juni 1871

Prof. Erich Kundel ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur Geschichte der Arbeiterbewegung und war Sekretär der Gesamtredaktion der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA). Er ist Redakteur der von DKP Brandenburg herausgegebenen Roten Kalenderblätter.

Anfang Juni erscheint eine von Erich Kundel verfaßte und von der DKP Brandenburg herausgegebene Broschüre über die Pariser Kommune unter dem Titel »Wacht auf verdammte dieser Erde! Paris vor 140 Jahren. Zwölf Bilder aus den 72 Tagen der Commune de Paris«, zu beziehen über die DKP Brandenburg (www.dkpbrandenburg.de)

Den Artikel finden Sie unter: http://www.jungewelt.de/2011/05-27/004.php

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