15. Juli 2019

Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) lehnt den Nahverkehrsplan 2019 ab - Linke fordert barrierefreie Bahnhöfe, Leihfahrradmöglichkeiten und S-Bahn-Anbindung

Erkan Dinar, (Kreisrat, DIE LINKE)

Der Kreistag vom Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat den Nahverkehrsplan 2019 angenommen. Linken-Kreisrat Erkan Dinar stimmte dagegen, weil seine Partei nicht in die Erstellung vom Planungsentwurf eingebunden war.

Das öffentliche Verkehrsangebot im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist vor allem durch 80 Schienenkilometer, davon 17 Kilometer eingleisig - gekennzeichnet. Fast die Hälfte der Bevölkerung wohnt im Umkreis (drei Kilometer) von einem der insgesamt 10 Bahnhöfe im Landkreis entfernt.

Seit dem 01. Juni 1997 sind die öffentlichen Bus- und Bahnlinien des Landkreises fast ausnahmslos in den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) integriert worden. Neben dem Bahnverkehr wird der Landkreis von 41 öffentlichen Buslinien mit jährlich etwa 208 Mio. Nutzplatzkilometern (NPK) erschlossen.

Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, wie der Bau der Zentralen Omnibusbahnhöfe in Gunzenhausen und Weißenburg, die Schaffung und der Ausbau von Park+Ride-Anlagen, die Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen an den Bahnhöfen, sowie die Busförderung über die Regierung von Mittelfranken haben dazu beigetragen, dass der ÖPNV im Landkreis einen ersten zumindest ausreichenden Stand erreicht hat.

Kreisrat Erkan Dinar dazu: "Der ÖPNV in unserer Region steckt noch in den Kinderschuhen. Der barrierefreie Ausbau der Bahnhöfe kommt einfach nicht voran und wir haben keine S-Bahn-Anbindung in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Auch fehlt es in den großen Städten Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen an der Ausleihmöglichkeit von Fahrrädern. Für diese Punkte gibt es keine positiven Ansätze im Nahverkehrsplan."