17. Mai 2019

Linke machen "Fridays for Future" zum Thema im Kreistag von Weißenburg-Gunzenhausen

"Wir wollen nicht mit Auszeichnungen überhäuft werden, sondern wir wollen, das endlich was passiert", rief der Schüler Jonas Spengler unter Applaus der Protestierenden in Weißenburg

Die Anliegen der Schülerbewegung "Fridays for Future" sollen Thema im Kreistag von Weißenburg-Gunzenhausen werden. Zumindest wenn es nach Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) geht. Dieser hat einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Geht es nach den Linken soll sich der Kreistag mit den Zielen der Schülerbewegung "Fridays for Future" solidarisieren. Konkret sollen sich die Kreispolitiker hinter sieben Forderungen stellen, welche von Vertretern der Bewegung am 9. April in Berlin formuliert hatten. Dazu gehören der Ausstieg aus der Kohleenergie bis 2030, ein völliger Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035, ein Stopp der Subvention fossiler Brennstoffe bis Ende 2019, die Reduzierung des CO2 Ausstoßes auf Null Prozent bis 2035, die Umstellung auf 100 Prozent erneuerbare Energien bis 2035, die Abschaltung eines Viertels der derzeitigen Kohlekraftkapazitäten bis Ende 2019 und die Einführung einer Steuer für Treibhausgasemissionen von 180 Euro pro Tonne CO2.

Laut Antragsbegründung von Linken-Kreisrat Dinar stellt "die Klimakrise für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar. Eine ungebremste Erderwärmung ist eine enorme Gefahr für Frieden und Wohlstand weltweit. [...] Es darf nicht die alleinige Aufgabe der Jugend sein, Verantwortung für die Priorisierung des Klimaschutzes zu übernehmen."

Mitte März nahmen in Weißenburg über 450 Schülerinnen und Schüler an einer ersten Demonstration von "Fridays for Future" teil. An einer zweiten Demonstration in den Osterferien waren es knapp 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das lokale Bündnis plant derzeit weitere Aktivitäten.