24. Juli 2019

Mehr Weitsicht und Entgegenkommen

Erkan Dinar, (Stadtrat, DIE LINKE)

Leserbrief zum Artikel "Bauherr ärgert sich über Bausenat" aus dem Weißenburger Tagblatt vom 23. Juli 2019.

"Ich nehme für mich in Anspruch, durch die frühzeitige Veröffentlichung der Neulinger-Pläne, die überdimensionierten Gastropläne verhindert zu haben. Sie hätten katastrophale finanzielle Umsatzeinbrüche für die bisherigen Gastrobetriebe bedeutet, welche in Weißenburg mehrheitlich Familienunternehmen sind. Seitdem werde ich von den monatlichen Fraktionsgesprächen durch OB Schröppel ausgegrenzt.

Das Weißenburger Tagblatt hatte damals zwar gerne darüber berichtet gehabt, aber die Saktionierung meiner Person findet die Zeitung nicht weiter problematisch. In einem im Juli 2018 abgedruckten Kommentar von Redaktionsmitglied Jan Stephan wurde die intransparenten Hinterzimmertreffen beim OB, in meinen Augen, auch noch in ein positives Licht gerückt. Herr Kießling braucht sich deshalb über den Ausgang der Kurz-Diskussion im Bauausschuss nicht zu wundern. Da wurde nicht ergebnisoffen und transparent diskutiert, denn die Entscheidung seine Änderungsanträge abzulehnen sind schon längst davor im OB-Zimmer besprochen und sicherlich auch schon entschieden worden.

Die Entscheidung vom Bauausschuss bedauere ich sehr. Weißenburg braucht mehr als denn je Wohnraum in den verschiedensten Ausführungen. Natürlich auch als Eigentum! Ein Privatinvestor hat deshalb viel Geld in die Hand genommen und auf dem Neulinger-Areal schon viel Erde bewegt. Auf seine Erkenntnis, dass der Gastrobetrieb nicht laufen wird, hätte ich als Stadtrat und gelernter Kaufmann von den Stadtratskollegen mehr Weitsicht und Entgegenkommen erwartet."