20. März 2019

Seebrücke Weißenburg kritisiert das Versagen Europas bei der Flüchtlingspolitik

Zur letzten Mahnwache der Seebrücke Weißenburg gegen das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer versammelten sich bei naßkaltem Wetter knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Martin-Luther-Platz vor der St. Andreas - Kirche. Als einziger Vertreter der lokalen Politik nahm Stadt- und Kreisrat Erkan Dinar (DIE LINKE) teil.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Victor Rother als Initiator der Mahnwachenreihe. Für den kulturellen Part sang der Gospelchor Weißenburg. Hans Stanka kritisierte in deutlichen Worten das Versagen der europäischen Verantwortungsträger in der Flüchtlingspolitik.

Stadt- und Kreisrat Dinar dazu: "Die Ignoranz der Politik muss gebrochen werden. Wir brauchen legale Wege für Flüchtlinge in Not. Es ist nicht akzaptabel Menschen offenen Auges ertrinken zu lassen, weil man sich politisch dazu entschlossen hat Mauern um Europa und die eigenen Herzen zu errichten. Auch die Kriminalisierung von Seenotrettern ist falsch. Ein Menschenleben zu retten ist ein Segen und nicht der Schlüssel für die nächste Gefängniszelle.

Die Zahl der Flüchtlinge in Weißenburg ist gesunken. Unterkünfte wurden geschlossen. Auch unsere Stadt kann also noch Menschen in Not aufnehmen. Nicht nur, aber vor allen Dingen auch wegen der professionellen Arbeit von "Weißenburg hilft". Mit den Mitgliedern dort haben wir eine starke anpackende Zivilgesellschaft der Solidarität geschaffen. Ich bin froh eine zeitlang dort selber aktives Mitglied in der Alltagsgruppe sowie im Orga-Team gewesen zu sein."