27. Januar 2017

Stadtrat beschließt Sachkostenzuschuss für Asyl- und Migrationsberatung

Stadtrat Erkan Dinar (DIE LINKE)

Zum Beschluss des Weißenburger Stadtrats der Diakonie einen Sachkostenzuschuss für die Asyl- und Migrationsberatung zur Verfügung zu stellen, erklärt Stadtrat Erkan Dinar (DIE LINKE):

"Viel gelobt wurden die Ehrenamtlichen von "Weißenburg hilft" seitdem sie sich aufopferungsvoll den Neubürgern unserer Stadt angenommen haben. Doch das Ehrenamt kann niemals ausgebildete Fachkräfte ersetzen. Der Beschluss nun 16.000 Euro als Sachkostenzuschuss der Diakonie zur Verfügung zu stellen ist ein gutes Signal an den Helfer/innenkreis sowie die Alt- und Neubürger/innen unserer Stadt. Integration funktioniert nun einmal nicht zum Nullpreis.

Was die Anzahl der Asylsozialarbeiterstellen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen angeht, hängen wir immer noch hinter den angrenzenden Landkreisen. Problem ist dabei die Weigerung vom Landkreis durch Landrat Gerhard Wägemann, sich auch an den Personalkosten zu beteiligen. Stattdessen schiebt man die Verantwortung auf die Wohlfahrtsverbände wie Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder Diakonie. Ohne die Bereitschaft der Evangelischen Kirche in Bayern, sich an den Personalkosten der beiden Stellen in Weißenburg zu beteiligen, hätte die Diakonie nicht tätig werden können. Ihr gebührt deshalb auch ein großes Danke des Weißenburger Stadtrates.

Statt wie in den Richtlinien vorgeschrieben, einen Schlüssel von einem Asylsozialarbeiter auf 150 Flüchtlinge einzuhalten, ist er bei uns im Landkreis auch schon bei 1 zu 400 gewesen. Die Belegung der Gemeinschaftsunterkunft "Nürnberger Straße" mit 180 Personen wird diese Situation einmal mehr verschärfen. Die Schaffung einer zusätzlichen Stelle bei der Asyl- und Migrationsberatung ist deshalb auch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein."