13. August 2017

Weißenburger Stadtrat genehmigt Wohnbebauung auf dem ehemaligen Gärtnerei-Gelände zwischen Maxanlage und Niederhofener Straße

In seiner letzten Sitzung hat der Stadtrat einstimmig den Beschluss gefasst den eingereichten Bauantrag für das ehemalige Gärtnerei-Gelände zwischen der Maxanlage und der Niederhofener Straße zu genehmigen. Im Namen der LINKEN votierte auch Stadtrat Erkan Dinar dafür.

Nach einigen Sitzungen des Weißenburger Gestaltungsbeirats ist der Bauantrag des Unternehmens "Netter Bau Art" aus Greding nun endlich eingereicht worden und fand in der Stadtratssitzung die Zustimmung. Im Vorfeld gab es seitens der Anwohner/innen nicht nur Zustimmung für das Projekt. Die Anregungen und Einwände wurden jedoch alle behandelt und fanden zum Teil auch Berücksichtigung seitens des Grundstückseigentümers. Gerettet wurden beispielsweise die beiden Ginkgo-Bäume in der Niederhofener Straße. Zum Jahrtausendwechsel erklärte das deutsche „Kuratorium Baum des Jahres“ die aus China stammende Baumart zum Mahnmal für Umweltschutz und Frieden und zum Baum des Jahrtausends.

Drei der geplanten Gebäude müssen ein Flachdach, das vierte Gebäude, längst der Niederhofener Straße, ein Satteldach bekommen. Als Begrenzung dürfen nur Zäune aus Holz und Metall mit einer Maximalhöhe von 1,30 Meter verwendet werden. Eine alleinige oder zusätzliche Bepflanzung von Hecken und Sträuchern ist erwünscht. Die Tiefgarage auf dem Gelände soll nur von der Niederhofener Straße angefahren werden können. 

"Die Privatwirtschaft hat eines begriffen, in Weißenburg braucht es Wohnraum. Viel Geld lässt sich schließlich damit verdienen. Die Renditen sind exorbitant. Nichts im Vergleich zu den Niedrigzinsen auf der Bank. Da gehen teilweise verfallene Objekt gerade über den Notartisch, welche vor einigen Jahren niemand auch nur mit der Pinzette angefasst hätte. Deshalb entstehen in unmittelbarer Nähe der Kernstadt auch so viele Lofts, Penthouser, Wohnraum für reiche Senioren.

Doch was ist mit dem Wohnraum für den kleinen Geldbeutel. Von der Privatwirtschaft kann man da nichts erwarten. Die kennen nur den Maximalprofit. Die Stadtverwaltung mit OB Schröppel muss endlich nachlegen und günstigen Mietraum für die Zeit- und Leiharbeiter/innen, alleinerziehenden Mütter und Väter, armen Rentner/innen schaffen. Die bisherigen Pläne sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein und nicht der Rede wert", so Stadtrat Erkan Dinar.